Zeit

 

Ich zähle an manchen Tagen die Stunden, Minuten, Sekunden und kann es kaum noch erwarten. Ich sehne das Ende herbei und damit auch gleichzeitig den Anfang.

Ich weiß, du kommst wenn du dazu bereit bist und nichts anderes. Ok, ich gebe mich geschlagen und so warte ich brav und warte und waaaaaaarteeeeee……..

Mir ist jetzt nach diesem einen, besonderen Song und deshalb……….

4 Kommentare (+add yours?)

  1. Susanne
    Nov 09, 2010 @ 20:44:12

    Schrei doch nicht so – der kleine Wurm bekommt ja Angst herauszukommen! Du bist aber auch ungeduldig – mei, mei, mei! Du musst gaaanz locker bleiben, denn schließlich braucht der kleine Kerl jedes Gramm, das er noch kriegen kann, um ein ordentliches Geburtsgewicht zu haben *grins*. Na, dann wollen wir mal sehen, ob er sein süddeutsches Schwesterchen mit 4470 Gramm Geburtsgewicht übertreffen wird. Der Bauch sieht ja schon mal sehr vielversprechend aus. Ach ja, und für die Geburt selbst sollte er unter 25 Minuten benötigen, denn das ist ihre Zeitvorgabe. Du als Gebärende musst nur den richtigen Atem-Press-Rhythmus einlegen – aber Du bist ja schon 2-fach geübt.

    Gemein? – Nööö! – Kann gar nicht sein! Nur froh, dass ich diesen ganzen Kladeradatsch kein weiteres Mal mehr durchstehen muss (obwohl so eine Geburt auch wieder etwas Herrliches hat … irgendwie).

    Viel Spaß und vor allen Dingen gutes und reibungsloses Gelingen
    - egal ob kurz oder lang, ob schwer oder leicht –
    schlicht und ergreifend eine gesegnete Geburt

    Susanne

    P.S. Kneif den Königsarsch einige Male schön kräftig – nütz die Situation aus und verpasse ihm ein paar “Schmerzen”. Du bist schließlich unzurechnungsfähig und er darf ruhig auch etwas “spüren”. Schließlich hat er die Schuld an Deinem Zustand.

    Kommentar

    • Mir
      Nov 10, 2010 @ 13:45:27

      4.470 Gramm und unter 25 Minuten? Sag mal, wie lange warst du über dem Termin? Das war nicht unerheblich und he, ich möchte das so lieber nicht. Ich brauche schon 20 Minuten mit dem Auto in die Klinik und erbete mir daher etwas mehr Zeit, bis zur Ankunft unseres Sohnes. Der richtige Atem-Press-Rhythmus? Mmmmhhhhh, bei Jo hatte ich genau 2 Presswehen und sie war da. Das war so faszinierend schnell, dass die Hebamme mich gefragt hatte, ob ich mich denn gar nicht über meine Tochter freue. Natürlich tat ich das aber ich war eben einfach nur verdutzt. Wurde mir doch vorher gesagt, dass das vor Mitternacht sowieso nichts werden würde. Darauf hatte ich mich also eingestellt und dachte eben, dann soll es so sein. Ha, da hatte aber jemand die Rechnung ohne Jo gemacht und sie hat, wie es sich als richtiger Skorpi gehört, allen den Mittelfinger gestreckt und kam um 19.30 Uhr auf die Welt. Was soll ich dazu sagen? Eben einfach unberechenbar und das ist auch gut so! ;O)

      Kommentar

  2. Susanne
    Nov 11, 2010 @ 14:08:06

    War doch nur Spaß – weißt Du ja. *zwinker*

    He, es kommt, wie’s kommt – und es kommt sowieso. Wann und wer entscheidet, dass es Zeit ist, das haben Wissenschaftler zwar erforscht, aber definitiv wissen tut es niemand. Irgendwann geht es los und irgendwann ist das Kind da – so oder so. Hauptsache die Beteiligten überstehen alles gesund. Das ist es, was zählt.

    Du weißt ja, dass es im Falle meiner Tochter im Nachhinein betrachtet gesundheitsrettend für sie war, dass diese Geburt so fix ging. Sie war doppelt stranguliert durch ihre Nabelschnur. Vorher war das nicht zu erkennen. Vielleicht hat sie sich herausgedreht und dabei wickelte sich die Schnur um ihren Hals. Die Hebamme meinte im Anschluß, dass meine Arbeit hervorragend gewesen sei – als ob ich das schon 20 Mal gemacht hätte. Aber ich habe da nicht viel gedacht, sondern nur wahrgenommen und getan, was ich gelernt hatte. Letztlich ist alles für mich eine von Gottes Heiligem Geist geführte Geburt gewesen und es ging deshalb, so glaube ich eben, bestens aus. Ich hatte ja sehr hohen Blutverlust – aber all das wird unwichtig und verblasst, wenn Du das junge Leben in Deinen Armen hälst. Ich bekam sie erst nach 2 Tagen, denn sie musste ja zur Beobachtung auf die Intensivstation – wegen der Sache mit der Nabelschnur war ihre spontane Atmung nicht einwandfrei. Aber alles weit, weit weg und nur noch eine im Nebelschleier liegende Erinnerung.

    Heute sehe ich sie an und fühle nur noch ein Gefühl der Dankbarkeit im Herzen und es geschieht oft, dass ich mich bei Gott für diese 2 Geschenke des Himmels bedanke (natürlich für meinen Sohn mit – klar).

    Möge es bei Dir ebenfalls sehr gut und kontrollierbar ablaufen und mögest Du bald Deinem kleinen Joshua (mein letzter Kenntnisstand über die Namenswahl) das erste Mal ein Küsschen auf das kleine Näschen geben dürfen, während er erschöpft, satt und zufrieden in Deiner Armbeuge schläft und gute Träume hat.

    Lieben Gruß
    Susanne

    Kommentar

  3. Susanne
    Nov 11, 2010 @ 14:34:51

    Ach ja, der Termin war am 22.10. und gekommen ist sie in aller Herrgottsfrüh am 31.10.

    Also nicht mal sooo extrem viel Zeit darüber. +/- 2 Wochen ist ja noch normal und termingerecht.

    Es war nur witzig, dass mein Frauenarzt beim letzten Vermessen ein Gewicht zwischen 3600 und 3800 ausrechnete. Am 29.10. blieb ich im KH (was ja gut war angesichts der Geschwindigkeit der Geburt). Die berechneten unabhängig das gleiche Gewicht. Die Hebamme wog sie und meinte, die Waage würde nicht korrekt arbeiten. Sie prüfte das Gerät und wog nach, aber es blieb dabei. Sie trug das Gewicht nicht ein, sondern meinte, dass die Säuglingsschwestern auf deren Waage das Gewicht prüfen sollten. Aber es stimmte. Sie wirkte optisch gar nicht so “gewichtig”.

    Ich war ca. 1 Uhr mal zum Nachsehen, ob der Muttermund sich schon etwas geöffnet hätte. Da war er sogar nur unter 1 cm. Die Hebamme schickte mich auf’s Zimmer und meinte, ich solle versuchen noch etwas auszuruhen, wenn’s ginge auch zu schlafen. Falls sich am Morgen noch nichts getan haben sollte, würden wir es mit Cocktail oder später mit anderen einleitenden Techniken und Maßnahmen versuchen. Heute vermute ich, dass die Kleine das “vernommen” hat und so wie sie heute ist, passt es zu ihr, dass sie dann alles SELBST in Gang setzte. Sie wollte schon sehr früh immer alles selbst und alleine machen und überall die Erste sein und am Zug sein. Da legt sie großen Wert drauf. Jedenfalls lag ich im Bett und “spürte”, dass sich etwas veränderte, aber Wehen in dem Sinne hatte ich nicht verspürt. Um 3:17 Uhr ging ich in den Saal zurück und erst dort merkte ich und auch die Hebamme, dass ich bereits Presswehen hatte. Eine im Stehen auf dem Weg zum Gebärstuhl. Eine dort – dann etwas Pause und … ich habe es vergessen, wie viele es genau waren. Die Hebamme war allein und hatte alle Hände voll zu tun mit hin und her rennen vom Schreibtisch mit Schreibkram und mir. Die Ärztin war nur wenige Minuten später in der Tür gestanden, als auch schon der Kopf draussen war. Dann kam sie ganz und die Hebamme rettete ihr das Leben und die Gesundheit, indem sie sofort mit ihren Fingern die Nabelschnur lockerte und dann ganz abwickelte. Dann war die Ärztin gefordert, denn plötzlich blutete ich stark. Ich sah es eigentlich nur am ernsten Ausdruck auf dem Gesicht der Ärztin. Meine größte Sorge war eigentlich nur mein Töchterchen, das ich im Arm hielt, und dass ich kreislauftechnisch bedingt sie nicht noch fallen lasse. Denn ich merkte wie mir stetig schummriger wurde. Die Hebamme hat das rechtzeitig erkannt und eine Schwester beordert, ausnahmsweise den Säugling abzuholen. Es war blöd, sie hergeben zu müssen, aber das einzig Richtige. Dann bekam ich nur ein Foto, das der herbeigerufene Kinderarzt von ihr gemacht hatte für mich. Ich sah sie dann erst wieder am Nachmittag, als mich der Vater im Rollstuhl ins Kinderkrankenhaus hinüber schob. Als ich wieder laufen konnte, da blieb ich, bis mich die Schwestern “raus warfen”. An meinem Geburtstag bekam ich sie. Nichts und Niemand konnte dieses Geschenk toppen!

    Susanne

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